Ingwer-Boost für Immunsystem und Geist

Frischer Ingwer ist nicht nur gesund, sondern auch eine Möglichkeit Wasser in ein leckeres, erfrischendes und probiotisches Getränk zu verwandeln.
Jeden Morgen ein Glas Ingwer-Boost zur Stärkung und Aktivierung der Abwehrkräfte sowie zur Aktivierung des Geistes wirkt Wunder. Wie ihr den Ingwer-Boost herstellen könnt, erklären wir euch hier.

Ingwer ist eine alte Heilpflanze, die die Gesundheit vielfältig unterstützen kann:

  • Der Ingwer ist reich an ätherischen Ölen, wie Citral, dem milderen Gingerol und dem schärferem Shogaol. Die beiden letzteren werden auch Scharfstoffe genannt. Diese regen den Stoffwechsel an, indem sie die Speichel- und Magensaftsekretion steigern. Auch die Gallensaftproduktion wird gesteigert. Das wirkt sich positiv auf die Verdauung und insbesondere auf die Fettverdauung aus.
  • Das ätherische Öl Citral hilft gegen Übelkeit und wird auch bei Reiseübelkeit geschätzt.
  • Die im Ingwer enthaltenen Antioxidantien stimulieren das Immunsystem und schützen den Organismus vor Infekten.
  • Zudem wirkt er entzündungshemmend, schleimlösend und schmerzlindernd.
  • Ingwer liefert viele Vitamine und Mineralstoffe: viel Vitamin C, Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor stecken in dieser Wurzel.
  • In der ayurvedischen Medizin wird Ingwer schon seit tausenden von Jahren gegen Bluthochdruck angewendet. Es soll blutverdünnend wirken und erweitert außerdem die Blutgefäße.
  • Viele der wertvollen Inhaltsstoffe sitzen – ähnlich wie bei Äpfeln – direkt unter der Schale: daher sollte die Schale, wenn überhaupt, nur abgeschabt werden! 
  • Je länger die Pflanze lagert, desto mehr verwandeln sich die Gingerole in Shagaole. Deshalb ist getrockneter Ingwer wesentlich schärfer als frischer.

Und jetzt erklären wir euch, wie ihr in 2 einfachen Schritten den eigenen Ingwer-Boost herstellt:

Ingwer – Ansatz (Ginger Bug)

Für 1 Liter Getränk
950ml  gefiltertes Wasser
3 TL     Rohrohrzucker, plus Nachschub zum Füttern
3 TL     ungeschälter, gewürfelter frischer Ingwer, plus Nachschub zum Füttern

  1. Alle Zutaten in ein sauberes 1 Liter Gefäß füllen. Umrühren, das Gefäß locker verschließen  und  bei Raumtemperatur stehen lassen. Es ist wichtig, dass die Temperatur konstant bleibt. (Ich stelle den Ansatz meistens neben den Herd, so dass ich das Füttern nicht vergessen!)
  2. Im  Laufe der folgenden Woche pro Tag je 2 Teelöffel Zucker und gewürfelten Ingwer dazu geben (= füttern). Nach ein paar Tagen beginnt die Flüssigkeit zu blubbern (Kohlensäure entsteht). Jetzt kann sie verwendet werden.
  3. Der fertige Ingwer-Ansatz hält ca. eine Woche im Kühlschrank und kann für das Rezept der Ingwer-Limonade (s.u.) verwendet werden.
    Möchte man den Ansatz länger am Leben erhalten und als Vorrat über Wochen nutzen, dann gibt man jede Woche einen weiteren TL Zucker hinzu.
Kurkuma – Ansatz

Anstatt mit Ingwer stellt man einen Ansatz aus den frischen Kurkuma-Wurzeln nach derselben Methode wie für Ingwer her oder nimmt sogar 1 Teil Ingwer und 1 Teil Kurkuma.

Kurkuma
enthält ätherische Öle, Curcumin (sorgt für die Gelbfärbung) Eisen, Magnesium, Mangan, und Vitamine. Er wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und antioxidativ und bringt die Verdauung, das Immunsystem und die Fettverbrennung in Schwung.

Ingwer – Boost

Für 1 Liter Getränk
1 ungeschälte, in Scheiben geschnittene Zitrone
1 TL geschnittener Ingwer 
3 EL Rohrohrzucker
2 EL Flüssigkeit vom Ingwer-Ansatz 
gefiltertes Wasser

  1. Ein sauberes 1-Liter-Gefäß mit den Zitronenscheiben und dem Ingwer füllen. Den Zucker dazu geben, dann den Ingwer-Ansatz. Mit gefiltertem Wasser auffüllen. Dabei ca. 3 cm bis zum Rand frei lassen (es bildet sich Kohlensäure). Das Gefäß locker verschließen.
  2. Den Ansatz 2 Tage bei Raumtemperatur fermentieren lassen und anschließend in eine saubere verschließbare Flasche füllen. Diese dabei wieder nicht bis oben füllen, denn es bildet sich auch hier wieder Kohlensäure.

Im Kühlschrank aufbewahrt, hält die Limonade bis zu einem Monat.

Achtung! Vorsicht beim Fermentieren und beim Öffnen der Gefäße. Tobende Mikroorganismen produzieren jede Menge Kohlensäure, die für viel Druck im Gefäß sorgt!

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!
Lasst uns auch gerne ein Feedback da!

Eure tobenden Mikroben G & R

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.