So braust du deinen eigenen
Kombucha.

Der klassische Ansatz.

Nach diesem Rezept wird in den asiatischen Ländern schon seit Jahrtausenden der Tee fermentiert. Dieser Ansatz ist einfach herzustellen und braucht nur wenige Zutaten.
Daher ist er die perfekte Basis für den Start, die Scoby-Zucht und der Ausgangspunkt für weitere geschmackvolle Kombucha-Ansätze wie den Kräuter-Kombucha, den Hibiskus-Kombucha oder den Kaffee-Kombucha.

Zubereitung

ZUTATEN

1 Kombucha-Pilz (Scoby)
100 ml Ansatzflüssigkeit
1 l Wasser
8 g Tee (Grün- und Schwartee)
90 g Zucker

Wie du deinen eigenen Geschmack mit Tee kreierst, kannst du hier nachlesen:
Der richtige Tee für Kombucha
Welche Zutaten verwendet werden ist hier beschrieben:
Zutaten für einen Kombucha-Ansatz

EQUIPMENT

Gärgefäß *
1 luftdurchlässiges Abdecktuch (Baumwolle oder Zellstoff)
1 Gummi zum Verschließen
1 Kunststoffsieb
1 Kunststofflöffel
Bügelflasche * zum Abfüllen

Was wir für Equipment verwenden, siehst du hier:
Equipment für Kombucha

HERSTELLUNG

  • Die gewünschte Wassermenge aufkochen und die 8 g Tee damit überbrühen.
  • Den Teeansatz ca. 20 Minuten ziehen lassen.
  • Anschließend pro Liter Tee 90 g Zucker in dem fertigen Tee vollständig auflösen.
  • Den Tee auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und ein sauberes Gärgefäß bereitstellen.
  • Sobald der Tee abgekühlt ist, diesen zusammen mit der Ansatzflüssigkeit (mind. 100 ml pro Liter) in das Gärgefäß füllen und den Scoby hinzugeben.
  • Das Gärgefäß mit einem Abdecktuch und dem Gummi verschließen (auch Gummiring etc. möglich).
  • Das Gärgefäß an einen warmen, lichtgeschützten Platz stellen (mind. 21°C ) und die nächsten Tage nicht bewegen, sodass sich ein neuer Pilz bilden kann.
  • Nach dem 6./7. Tag am besten den Ansatz mit einem sauberen Plastiklöffel probieren oder einen kleinen Teil zum Probieren abschütten.
  • Sobald der perfekte Geschmack erreicht ist, kann das fertige Getränk in eine Glasflasche abgefüllt und kühl gestellt werden.
  • Bei der Abfüllung ca. 10% des fertigen Getränks aufheben. Diese dienen als neue Ansatzflüssigkeit für den nächsten Brauvorgang. (Mehr schadet aber auch nicht).
  • Der fertige Kombucha kann mit einer Zweitfermentation veredelt werden.

FERMENTATIONSDAUER

  • 7-10 Tage: Erfrischendes, prickelndes, süß-saures Getränk
  • 16 Tage: sehr saurer Geschmack
  • Nach 3 Wochen: Essig

Das sollte beachtet werden:

  • Sollte sich das Getränk nicht verhalten wie sonst, schleimig werden oder muffelig riechen, dann schütten Sie den Ansatz sicherheitshalber weg und starten Sie nochmal mit Punkt 1.
  • Der abgefüllte Kombucha sollte regelmäßig geöffnet werden, damit die entstandene Kohlensäure entweichen kann und die Flasche nicht platzt.

TIPPS UND TRICKS – SO GELINGT DER BRAUVORGANG

Sauberkeit und Hygiene

  • Sauberkeit und Hygiene sowie keine Reste von Spülmitteln sind oberstes Gebot. Schließlich landet alles, was mit dem Pilz oder der Ansatzflüssigkeit in Berührung kommt in unserem fertigen Getränk.
  • Alle Geräte, die für die Herstellung des Kombuchas verwendet werden, müssen vor der Verwendung gereinigt werden. Dazu am besten heißes Wasser und Spülmittel verwenden und darauf achten, dass keine Spülmittelreste an den Geräten zurückbleiben. Denn diese mögen die Mikroben gar nicht.
  • Equipment, welches in der Spülmaschine war oder in einer Schublade lag, sollte auch nochmal heiß abgespült werden, um die Reste des Klarspülers etc. zu entfernen.
  • Ebenso wie die Utensilien müssen auch die Hände seifenfrei und sauber sein, bevor damit der Pilz angefasst wird.

Pfelge

  • Den Kombucha-Ansatz nicht in die Nähe von Topfpflanzen stellen. Sie haben ihre eigenen Mikroorganismen und die Erde könnte zu Schimmelbildung etc. führen können.
  • Den Kombucha-Ansatz nicht in die direkte Sonne stellen. Es hemmt sein Wachstum.
  • Temperaturen zwischen 20° C – 24° C sind ideal. Je wärmer er steht, desto schneller läuft die Fermentation ab.
    Sollte es im Sommer mal wärmer als 24° C/25° C den Ansatz an einen kühleren, ruhig dunkleren Ort stellen.
  • Das Gärgefäß während des Fermentationsprozesses nicht bewegen, da sich an der Oberfläche sonst keine neue dünne weißliche Membran bilden kann: der neue Scoby. Bis dieser eine Stärke von ca. 1 cm hat, sollte er immer mit in den neuen Ansatz gegeben werden. 
  • Den Scopy niemals heiß, sondern maximal lauwarm abwaschen und nur in die kalte Flüssigkeit geben.
  • Entstandene Schwebstoffe z.B. Hefen, erkennbar an den braunen Fäden, können ohne Bedenken mitgetrunken werden. Wer sie nicht mag, siebt sie ab.
  • Das Gefäß sollte mit Küchenrolle oder einem luftdurchlässigen Tuch und einem Gummiring verschlossen werden. So können weder Staub, etc. und Obstfliegen ins Gefäß. Der Scoby bekommt den nötigen Sauerstoff für die aerobe Fermentation.
  • Den Scoby niemals mit Metall in Berührung bringen, weil dieses den Mikroorganismen schaden kann.
  • Bevor der Scoby in den neuen Ansatz gegeben wird, sollte er mit fließendem kalten Wasser abgewaschen werden (kein warmes Wasser verwenden!). Dabei sollten die Hefen (dunkle Schichten oder Fäden) entfernt werden.

TEE

  • Keine aromatisierten Tees oder welche, die Kräuter mit stark ätherischen Ölen enthalten, verwenden. Sie hemmen den Fermentationsvorgang.
  • Der Tee ist die Nahrung für unseren Kombucha. Deshalb den Tee wirklich 15-20 Minuten ziehen lassen, damit die Inhaltsstoffe in den Tee übergehen.
  • Je nach Teesorte kann man den Geschmack schon in der 1. Fermentationsphase beeinflussen:
    Schwarzer Tee schmeckt oft kräftig, würzig, malzig.
    Grüntee ist im Geschmack fruchtig-frisch, leicht würzig.  
  • Die ideale Mischung besteht zur Hälfte aus Grün- und zur Hälfte aus Schwarztee. Der Geschmack und vor allem die Inhaltsstoffe sind ideal für das Wachstum des Scobys und die Wirkung des Kombuchas.
    Unser Tipp: Probiert es mal mit einem Bio-Jasmintee oder einem guten Kräutertee. Der Geschmack ist einzigartig.

ZUCKER

  • Die ideale Zuckermenge beträgt 80 g – 100 g.
  • Ihr könnt jede Zuckersorte verwenden. Weißen Kristallzucker, Rohrzucker, Rohrohrzucker, Vollrohrzucker.
    Am besten wächst der Scoby nach unserer Erfahrung mit Rohrohrzucker und bekommt durch diesen einen leicht malzigen Geschmack. Das liegt daran, dass der Zucker natürliche Melasse enthält. Diese kommt im Zuckerrohr vor und enthält Mineralstoffe und Spurenelemente, die auch in den Kombucha übergehen und eine Nahrungsquelle für die Mikroorganismen darstellen.
  • Der beste Zucker für Kombucha