Wasserkefir mit Saft.

Eine leckere Limonade.

Nicht nur mit Wasser oder Tee, sondern auch mit Saft lässt sich ein leckerer Wasserkefir produzieren.
Wie bei der klassischen Wasserkefirproduktion sehen wir kurz nach dem Herstellen des Ansatzes die ersten Kohlendioxidbläschen sowie auf und ab schwebende Kristalle im Gefäß. Die Lebensgemeinschaft der Bakterien und Hefen („Symbiotic Culture of Bacteria and Yeast“, kurz Scoby) hat mit ihrer Arbeit begonnen. Der Zucker im Saft wird zum größten Teil verstoffwechselt, wobei das Kohlendioxid, aber auch etwas Alkohol (je nach Fermentationsdauer bis zu 2%) entstehen. Gleichzeitig werden viele lebensnotwendige Nährstoffe für die Milchsäurebakterien erzeugt, die u.a. fleißig Milchsäure produzieren. So bekommen die Säfte durch die Fermentation nicht nur einen veränderten Geschmack, ein leichtes Prickeln und eine angenehme Säure, sondern werden „lebendig“ und mit Nährstoffen angereichert, bzw. aufgewertet. Zum Beispiel entsteht mit Apfelsaft ein prickelndes Getränk, das an Apfelwein oder Cidre erinnert. Mit Mangosaft, vielleicht noch etwas Ananas und einem Spritzer Zitronensaft erhalten wir einen Wasserkefir, der allein durch seinen Duft und die Farbe unsere Seele streichelt.
Wichtig ist, auf ungezuckerte Direktsäfte in Bio-Qualität zu achten, die nur den Eigenzucker der verwendeten Früchte oder des verwendeten Gemüses enthalten. 

Wasserkefir mit APFELSAFT.

ZUTATEN

2-3 EL Wasserkefir-Kristalle
1 Liter Bio-Apfelsaft
20-30 g Trockenfrüchte (Bsp. Feigen, Rosinen, Pflaumen)
1-2 Zitronenscheiben (Bio, geschält oder ungeschält)

EQUIPMENT

1 Gärgefäß (aus Glas oder Keramik)
1 Gärdeckel oder 1 Mulltuch mit Gummi
1 Kunststoffsieb
1 Kunststofflöffel
1 Kunststoffsieb zum Abfüllen

HERSTELLUNG

  • Den Apfelsaft in ein Gärgefäß füllen.
  • 2-3 EL Wasserkefir-Kristalle, die Zitronenscheibe und die Trockenfrüchte dazugeben.
  • Das Gärgefäß so verschließen, dass die Kohlensäure entweichen kann.
    Anaerobe Methode (verwenden wir): Gärdeckel
    Aerobe Methode: Mulltuch mit Gummi
  • Das Gefäß 1-3 Tage vor Sonne geschützt bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Stimmen der persönliche Geschmack als auch der Kohlensäuregehalt, kann das Getränk abgefüllt werden.
  • Dazu die Zitronenscheibe entfernen und die Flüssigkeit durch ein Sieb in eine Flasche gießen, um die Wasserkefir-Kristalle aufzufangen.
  • Das Getränk kann entweder gleich getrunken oder im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Das Gärgefäß heiß ausspülen und wieder mit Punkt 1  „Den Apfelsaft in … “  beginnen.

HInweise

  • Die Wasserkefirkristalle nehmen Farbe und Geschmack des verwendeten Saftes an. Daher empfehlen wir erst dann, wenn man genügend Kristalle für einen zweiten Ansatz besitzt, mit Säften zu experimentieren und auch nicht wieder zum klassischen Ansatz zurückzukehren.
  • Je nach Zuckeranteil des Saftes kann sich die Fermentationsdauer stark verkürzen und auch mehr Kohlensäure gebildet werden. Daher sollte nach dem Abfüllen die Flasche mit dem abgefüllten Getränk im Blick behalten werden.