Essbare Blüten – ein Geschenk der Natur an unsere Küche

Blüten in der darmgesunden Küche für extra Farbe und Aroma.

ESSBARE BLÜTEN.

Wir setzen die unterschiedlichen Blüten gerne als Aromenspender und belebende Farbtupfer in unserer Küche bei der Fermentation und allerlei anderen Gerichten ein.
Denn nicht nur das Grün einer Pflanze liefert uns viel positive Energie, sondern auch ihre Blüten durch die leuchtend bunten Farben und verschiedenen Düfte. Und genau wie die Blätter, Stängel, Wurzel und Samen sind viele Blüten von Blumen, Gemüsen, Kräutern und Gehölzen essbar und haben einen ganz eigenen charakteristischen Geschmack. Sie sind eine wahre Freude für unsere Augen und Geschmacksknospen, wenn sie Salate, Bowls, Stullen, Suppen, Desserts und unsere Fermente bereichern. Und das schöne ist, man muss sie nicht kaufen. Sie können am besten vor der Verwendung frisch gesammelt werden – vom Frühjahr bis in den späten Herbst. Und sammelt man ein paar mehr, werden sie für die spätere Verwendung  einfach getrocknet.

“Geschickte Waffen” der Pflanzen: die Farbe und der Duft

Farben, d.h. Farbstoffe und Düfte dienen den Pflanzen zur Arterhaltung, denn mit ihnen locken sie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten zur Befruchtung an und der enthaltene Nektar dient diesen als Nahrung. Und viele der für die Düfte verantwortlichen ätherischen Öle dienen den Pflanzen als Schutz vor Fressfeinden und pathogenen Keimen. Was für eine geschickte Einrichtung der Natur. Für uns sind Pflanzenfarbstoffe wie Flavonoide (gelb), Carotinoide (orange-rot), Anthocyane (blau-violett) und die ätherischen Öle gesund und heilsam. Auch der Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Gerbstoffen in den Blüten sowie ihre Mikrobenbesiedlung (vor allem interessant für unsere Fermente) sind nicht zu verachten.

Geschmack und Verwendung von Blüten

Je nach Pflanze können wir die Blütenblätter oder ganze Blüten in der Küche verwenden. Sie sind vielseitig einsetzbar – frisch, getrocknet, roh, gegart, zu Sirup oder Gelee verarbeitet oder in Essig, Honig, Öl oder Alkohol eingelegt. Und auch Kräutersalz und -zucker verleihen sie eine besondere Note und Farbe. Manche lassen sich auch zum Färben einsetzen.

Viele essbare Blüten und Blumen schmecken zum Teil anders und oft milder oder intensiver als die Blätter oder Samen der Pflanzen. Hintergrund ist, dass sich der Anteil und auch die Zusammensetzung bestimmter Inhaltsstoffe (ätherische Öle, Senföl) von denen in den anderen Pflanzenteilen deutlich unterscheiden kann.

Essbare Blüten haben Grund-Aromen, die jedoch von jedem etwas anders wahrgenommen werden können. Für eine kleine Hilfe bei der bunten Auswahl in der Natur haben wir hier eine kleine Orientierungsliste für euch:

  • Bärlauch: pfeffrig, mit Knoblaucharoma
  • Borretsch: leicht gurkenähnlich
  • Basilikum: je nach Sorte mildes bis intensives Basilikum-Aroma, süßlich, leicht bitter
  • Gänseblümchen: nussig, herb-süß
  • Holunderblüten: einzigartig, blumig, süßlich-herb, intensiv
  • Kapuzinerkresse: scharf, kresseartig
  • Knoblauchsrauke: mild-würziges Knoblauch-Aroma
  • Kornblume: süßlich, kaum Eigenaroma
  • Lavendel: je nach Sorte frisch-blumig, leicht herb-bitter mit Noten von Kampfer und Bergamotte
  • Lindenblüten: unverkennbar aromatisch, süßlich, nach Honig, intensiv
  • Löwenzahn: süßlich-fruchtig mit Bitternote
  • Rosmarin: je nach Sorte feines, mildes bis starkes Rosmarin-Aroma, leicht süß-herb
  • Rosenblüten: balsamig-rosig
  • Rotklee: süß-würzig
  • Rucola: meist leicht scharf und würzig
  • Salbei: je nach Sorte süßlich mit leichtem Salbei-Aroma oder mit Fruchtnoten z.B. Ananassalbei
  • Schnittlauch: zwiebelartig
  • Stiefmütterchen: fruchtig, süßlich, kaum Eigenaroma
  • Tagetes (Studentenblume): je nach Sorte anisartig, lakritzig, zitronig
  • Veilchen: süß, fruchtig
  • Vergissmeinnicht: fruchtig, süßlich, wenig Eigenaroma
  • Zucchiniblüte: fruchtig-süß
Essbare Knoblauchsrauke in der darmgesunden Küche
Essbare Gundermannblüten in der darmgesunden Küche
Essbare Blüten in der darmgesunden Küche

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