Trockenfrüchte:
Feigen.

Nahrung für die Mikroben.

Die Feige

Die Feige ist die Frucht des echten Feigenbaumes aus der Familie der Maulbeergewächse. Wie man heute weiß, erfolgte sein erster Anbau mindestens zur gleichen Zeit wie der erste Ackerbau (von Gerste), d.h. vor ca. 10000 Jahren. Somit ist er eine der ältesten kultivierten Nutzpflanzen. Viele Völker verehrten und verehren ihn als Symbol der Fruchtbarkeit und des Wohlstandes. Seit jeher ist die Feige ein Nahrungsmittel und Kulturgut sowie im getrockneten Zustand auf Grund ihrer Nährwerte ein idealer, lang haltbarer Reisevorrat.

Ihren Ursprung hat die Feige in Vorderasien, von wo aus sie sich im ganzen Mittelmeerraum bis nach Indien verbreitete. Wild kommt sie ebenso in diesem Raum vor. Kultiviert wird sie heute in Ägypten, Algerien, Iran Irak, Italien, Marokko, Griechenland, Italien, Südafrika, USA, Australien, wobei die größten Ernte-Anteile aus der Türkei und Griechenland kommen. Auf Grund des veränderten milden Klimas gedeihen die Feigenbäume auch in Deutschland sehr gut, vor allem in Weinanbaugebieten wie der Pfalz, dem Kraichgau und dem Rheingau.

Über 1000 verschiedene Feigensorten sind bekannt. Der Feigenbaum bevorzugt milde Winter. Er wird je nach Sorte 3-10 m hoch, ca. 40-80 Jahre alt und trägt ab dem 6. Jahr Früchte. Bis zu 3x im Jahr kann er je nach Sorte blühen und Früchte bilden: Ende Mai bis Juli die Sommerfeigen, Ende August bis Oktober die Herbstfeigen, im Frühjahr die Feigen der Herbstblüte. Sie werden von Hand oder maschinell geerntet.

Die frischen Früchte sind je nach Sorte kugelig bis birnenförmig, haben eine grüne, gelbliche, dunkelbraune-dunkelviolette Farbe und rosa bis rotviolettes Fruchtfleisch. Ihr Geschmack ist süß und sehr aromatisch. Immer abhängig von der Sorte. Sie sind reich an Nährstoffen, die in der getrockneten Feige, egal ob einzeln oder zu Fladen gepresst, konzentrierter vorliegen. 

Auch in unserer Küche haben sie Einzug gehalten. Ursprünglich eine getrocknete Delikatesse in der Adventszeit gibt es sie seit Jahren frisch als Snack, im Salat, im Müsli, mit Ziegenkäse etc. und verarbeitet zu Feigensenf, -Marmelade, -Chutney, -kaffee, Dessertwein. Sie ist aber auch das ganze Jahr über getrocknet verwendbar als Geschmacks- und Süßungsmittel, z. B. in Gebäck, Früchtebroten, Müsli, Getränken (Wasserkefir) und dient als schneller Energiespender in der veganen sowie gesunden, ernährungsbewussten Küche.

Die Inhaltsstoffe der Feige:

  • Zucker in Form von schnell verfügbaren Einfachzuckern (Glucose, Fructose) für einen schnellen Energieschub.
  • Wasser
  • Ballaststoffe für eine gute Sättigung und Verdauung.
  • Eiweiß
  • Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium, Eisen, Zink),
  • Vitamine (Beta-Carotin, Vitamin B1, B2, B6, Folsäure, Vitamin C, Vitamin E,)
  • Fett
  • Aminosäure Tryptophan. Sie bildet im Körper Melatonin, dass eine nervenberuhigende Wirkung hat und schlaffördernd wirkt. Daher wird die Dattel seit je her in den Heimatländern am Abend bei Einschlafproblemen gegessen.

Eine genaue, immer gleiche Angabe hinsichtlich der Nährwertangaben ist nicht möglich, da sie von vielen Faktoren abhängig ist, z.B. dem Herkunftsland, dem Reifegrad der Früchte, dem Transportweg, der Verarbeitung, dem Hersteller. Sie ist immer der gekauften Packung zu entnehmen.

Feigen und Wasserkefir

Feigen eignen sich sehr gut für die Fermentation von Wasserkefir und sind vor allem bei Einsteigern, aber auch bei Wasserkefir-Profis eine beliebte Trockenfrucht für die Erstfermentation. Daher möchten wir euch diese Trockenfrucht genauer vorstellen!

  • Sehr gute Nährstoffquelle für die Mikroorganismen.
  • Sehr gutes Wachstum der Japankristalle in Größe und Anzahl.
  • Starke Kohlensäurebildung.
  • Geschmacksneutral: Vor allem in der Zweitfermentation können viele verschiedene Aromen hinzugefügt werden, die in den Vordergrund treten.
  • Kristalle verändern ihre Farbe nicht.
  • Farbe des Getränks bleibt neutral.

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