Gurkenwasser-Kefir oder Wasserkefir mit Gurke und Dill.

Belebend und aromatisch.

Wasserkefir mit Gurke und Dill.

Gurke und Dill gehören einfach zusammen. Das bekannteste Ferment mit diesen beiden Zutaten sind die fermentierte Dillgurken oder auch die Snack-Gurken . Fermente für den Liebhaber und den Einsteiger, die bei den meisten Fermentista jeden Sommer angesetzt werden. Einmal sind die Gurken sehr vielseitig und die Lake ist einfach eine würzige und köstliche Beigabe bei vielen Salaten, Dressings, Dips und und und. Wir haben uns gefragt, ob man mit den Zutaten noch was anderes fermentieren kann und haben sie einfach mal mit ein paar Gewürzen und Wasserkefir zusammen in eine Bügelflasche gegeben. Wenn ihr jetzt denkt: „Oh, das ist gar nichts für mich“ oder „Gurken und Dill soll ich trinken“, dann können wir nur sagen: „HALT!“. Das ist eine Kombi, die ihr auf jeden Fall probieren müsst. Und versprochen: Ihr denkt nicht an Gurkenwasser beim Trinken. Der Kefir ist erfrischend, süßlich und genau das richtige für warme Sommertage. Und wir finden das Wortspiel „Gurkenwasser-Kefir | Gurken-Wasserkefir“ super.

Dill

Dill (Anethum graveolens) ist auch bekannt als Gurkenkraut, Dillfenchel oder Dille und gehört ebenfalls zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist auch eine alte Gewürz- und Heilpflanze, die schon in der Antike, z.B. von den alten Römern, für Speisen und bei allerlei Beschwerden verwendet wurde. Auch sollen sich die Gladiatoren vor ihren Kämpfen mit Dillöl eingerieben haben, um ihre Nerven zu beruhigen und um die schmerzlindernde und wundheilende Wirkung des Dills bei Verletzungen nutzen zu können. 
Vom Dill kann alles vom Stiel übers das fiedrige Blatt bis hin zu den Triebspitzen, Blüten und Samen zum Würzen verwendet werden – für Heilzwecke die Samen. Dill enthält neben Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweißstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen jede Menge ätherische Öle mit ihren wirksamen Inhaltsstoffen (u.a. Carvon, Limonen, Apiol, Phellandren, Terpinen) die für seinen typischen unverkennbaren süßlichen und würzigen Duft und Geschmack sorgen. Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend, entkrampfend, entblähend und beruhigend und fördernd den Appetit, die Verdauung sowie die Milchbildung. So findet Dill in der Heilkunde Anwendung bei innerer Unruhe, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Magen-Darm- und Menstruationsbeschwerden und beim Stillen.

Schlangengurke

Die Schlangengurke (Cumus sativus) oder auch Salatgurke aus der Familie der Kürbisgewächse ist botanisch gesehen eine fleischige Beerenfrucht (Beerenfrüchte wachsen aus der Blüte und bilden mindestens einen Samen). Auf Grund ihres hohen Wassergehaltes sind sie ein willkommener, erfrischender, idealer Durstlöscher im Sommer, der unseren Körper schnell mit viel Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt und sättigt: als Snack, in Salaten, Smoothies, Kaltschalen, Gemüsegerichten. 
Gurken enthalten Vitamine (C, E, K, B-Vitamine), Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Eisen, Zink), Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe (Carotinoide, Flavonoide, Chlorophyll). Sie zählen zu den basenreichen Lebensmitteln, die unseren Körper mild entwässern und mit Hilfe Proteine spaltender Enzyme, den Peptidasen, dafür sorgen, dass eiweißhaltige Produkte wie Fisch und Fleisch leichter verdaut werden und dass unerwünschte Bakterien im Darm nicht überleben können. Der in Kürbisgewächses enthaltene Bitterstoff Curcubitacin erfrischt, hemmt Entzündungen, regt den Appetit und ebenso wie die enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung an. Dieser Bitterstoff, vorrangig im Blüten- bzw. Stielansatz und den Samen enthalten, kann durch unkontrollierte Rückkreuzungen (meist bei selbstgezogenen Samen) gehäuft in Gurken auftreten und zu Unwohlsein, Magen-Darm-Verstimmungen bis hin zu Lebensmittelvergiftungen führen. Daher sollten sehr bitter schmeckende Gurken nicht gegessen werden. Cucurbitacine sind hitzebeständig und kaum wasserlöslich und bleiben so im Essen erhalten.

Wasserkefir. Action im Gärglas.

Bei der Herstellung von Wasserkefir gibt es 2 Hauptfermentationsphasen:

  • Erstfermentation: Die Wasserkefirkristalle werden mit Zuckerwasser (gesüßtem Tee oder Saft) und Trockenfrüchten in ein Gärgefäß gegeben. Dort verstoffwechseln sie den Zucker und die weiteren Inhaltsstoffe zu organischen Säuren, Vitaminen und Co.
  • Zweitfermentation: Der fertige und abgefüllte Wasserkefir wird in einer Bügelflasche mit weiteren Zutaten versehen und aromatisiert.


Wasserkefir mit Gurke und Dill
Wasserkefir mit Gurke und Dill
Wasserkefir mit Gurke und Dill

Rezept.

Gurkenwasser-Kefir

Rezept für die Zweitfermentation

ZUTATEN 

  • ca. 800 ml Wasserkefir aus einer abgeschlossenen Erstfermentation mit Sultaninen, Zitronen
  • 3 EL Salatgurkenstücke
  • 7-10 kleine Dillblüten-Dolden
  • 1 Sternanis
  • 3 Kardamomkapseln grün – angestoßen
  • 1 TL Zitronenzesten (optional)

HERSTELLUNG

  • Die Salatgurkenstücke mit den weiteren Zutaten in die Fermentationsflasche geben.
  • Mit dem Wasserkefir auffüllen und dabei ca. 3 cm Luft bis zum Flaschenhals für die Kohlensäurebildung frei lassen.
  • Die Flasche verschließen und den Ansatz 1-2 Tage bei Raumtemperatur fermentieren lassen.
  • Nach einem Tag kann vorsichtig probiert werden. Stimmen der persönliche Geschmack sowie der Kohlensäuregehalt, wird das Getränk gleich genossen oder im Kühlschrank aufbewahrt. Das verlangsamt die weitere Fermentation.

Achtung: Aufgrund der Kohlensäureentwicklung sollte die Flasche gut beobachtet und immer sehr vorsichtig geöffnet werden. Sind viele Bläschen in der Flasche sichtbar, führt vorsichtig einen Druckausgleich durch.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!
Eure tobenden Mikroben G & R!

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