✦ Wildferment · ohne Starterkultur · für Einsteiger

Gemüse und Obst einfach fermentieren: der große Guide von Sauerkraut bis Salzzitrone

Wild und sauer. Lang lebe das Gemüse! Gemüse und Obst, Salz und Zeit, mehr braucht es nicht: die wildeste und zugleich einfachste Form der Fermentation, von Sauerkraut bis Salzzitrone.

Gerlinde und Ricarda
Verfasst von Gerlinde & Ricarda Fermentationsexpertinnen
Ernährungsberaterinnen
Darmexpertinnen
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✦ Einführung

Gemüse, Salz und Zeit

Milchsaures Gemüse und Obst ist der Einstieg in die Fermentation, mit dem die meisten anfangen. Es braucht keine Starterkultur, keine Ausrüstung über ein Glas hinaus und keine Erfahrung: Die Mikroorganismen sind schon da, auf dem Gemüse selbst.

Was dabei entsteht, reicht vom Sauerkraut über Kimchi bis zu Salzzitronen und fermentierten Früchten. Dasselbe Prinzip, unendlich viele Ergebnisse.

Sauerkraut und Giardineria
Milchsaures auf einen Blick

Gemüse, Obst, Salz und Zeit, mehr braucht es nicht. Die Mikroorganismen sind schon da, auf dem Gemüse selbst.

01Dauer: mindestens 3 bis 7 Tage, danach kühl weiterreifen

02Start: Wild

Mit den Milchsäurebakterien auf den Zutaten.

03Gärung: Milchsäuregärung, anaerob

Also ohne Sauerstoff, alles unter der Lake.

04Substrat: Gemüse und Obst, dazu Kräuter und Gewürze

05Kategorie: Milchsaures Gemüse und Obst

06Geschmack: Säuerlich, salzig, frisch, würzig, scharf

Mit der Reife runder und komplexer.

✦ Aus unserem Shop

Dazu von uns

✦ 01 · Milchsaures 1x1

Milchsaures 1x1

„Fermentation ist Leben ohne Luft.“

Louis Pasteur

Vom Zufall zur Methode

Wahrscheinlich ist die wilde Fermentation durch Zufall entstanden: Mikroorganismen gerieten in stehengelassene Nahrungsmittel und veränderten sie in Geschmack und Textur, haltbar waren sie dazu. Unsere Vorfahren begannen, diesen Prozess nachzubilden, ohne zu wissen, wer dahintersteckt. Erst mit den Mikroskopen ab Mitte des 17. Jahrhunderts und der Forschung des 19. Jahrhunderts lernten wir die Wesen kennen, die die Arbeit machen.

Die Fermentation von milchsaurem Obst und Gemüse wird durch Mikroorganismen in Gang gesetzt, vor allem durch Milchsäurebakterien. Sie kommen auf natürliche Art und Weise, eben wild, auf Pflanzen vor, also auf Gemüse, Getreide, Obst, Wildkräutern und im Boden.

Diese Fermentation findet anaerob statt, also ganz ohne den Einfluss von Sauerstoff. Eine klassische Gärung nach Louis Pasteur, der sagte: „Fermentation ist Leben ohne Luft.“

Aufgrund der beteiligten Mikroorganismen wird die wilde Fermentation auch als Milchsäuregärung oder Laktofermentation bezeichnet. Trotz des Namens hat sie nichts mit Milch zu tun und ist vegan, die entsprechenden Bakterienstämme wurden lediglich zum ersten Mal unter dem Mikroskop in Milch entdeckt.

Sie ist eine der ältesten Methoden, Lebensmittel zu verändern. Die Mikroorganismen verbrauchen die Zutaten dabei nicht einfach, sie wandeln sie um: Aus Kohlenhydraten und Zucker entstehen Säuren, Kohlenstoffdioxid und neue Aromen. Wie mild oder wie kräftig das Ergebnis wird, lässt sich über die Fermentationsfaktoren steuern, über Salz, Temperatur, Zeit und das, was mit ins Glas kommt. Wie genau, gehen wir im wilden Fermente Semester durch.

Sie lässt sich jederzeit ohne großen Aufwand in der eigenen Küche durchführen und macht sie zu einem Blubber-Labor. Sie ist eine nachhaltige Methode, frisches, saisonales und regionales Gemüse und Obst ohne Strom, ohne Zusatz- und ohne Konservierungsstoffe haltbar zu machen. Von der Wurzel über den Stängel und das Blatt bis zum Samen lässt sich verwerten, was die Saison hergibt. Und was zusammen reif ist, passt meist auch zusammen ins Glas.

Mehr dazu: Was bei der Fermentation passiert →

✦ 02 · Im Glas

Was im Glas passiert

Sobald das Gärgefäß geschlossen ist, beginnen die Mikroorganismen zu arbeiten. Dieses Kochen ohne Hitze ist ihr Energiestoffwechsel: Sie verbrauchen Nährstoffe aus den Ausgangsprodukten und liefern im Gegenzug neue. Dabei lösen sich verschiedene Stämme nacheinander ab, weil das Milieu immer saurer wird. Die Fachwelt nennt das Sukzession.

Von Tag zu Tag

Tag 1 bis 3

Noch sind die verschiedensten Mikroorganismen aktiv. Die Salzlake schützt den Ansatz in dieser Phase vor Fäulnis und Schimmel. Leuconostoc mesenteroides leitet die Fermentation ein, gefolgt von Lactobacillus brevis. Der restliche Sauerstoff wird verbraucht, Kohlenhydrate werden verstoffwechselt, es entstehen Milchsäure, Essigsäure, Alkohol und Kohlenstoffdioxid.

Die Gasschicht

Das Kohlenstoffdioxid wird nach ein bis zwei Tagen als Blubbern sichtbar. Es steigt zwischen den Zutaten auf und legt sich als schützende Schicht über das Ferment. Unerwünschte Keime, die Sauerstoff brauchen, haben dadurch keine Chance. Damit diese Schicht erhalten bleibt, wird das Gefäß in den ersten zwei Wochen nicht geöffnet.

Ab Tag 3

Die Milchsäurebakterien übernehmen. Die Milchsäurekonzentration steigt, die ersten aktiven Stämme werden weniger, säuretolerantere folgen nach.

Nach etwa einer Woche

Bei 20 bis 24 Grad übernehmen homofermentative Milchsäurebakterien, bis der Eigenzucker des Gemüses aufgebraucht ist. Jetzt entsteht fast nur noch Milchsäure, die Gasbildung läuft aus, es wird ruhig im Glas.

Der pH-Wert

Mit der Milchsäure sinkt der pH-Wert auf etwa 3,5. In diesem Milieu haben unerwünschte Mikroorganismen keine Überlebenschance, und genau das macht das Ferment haltbar.

Für einen milderen Geschmack lässt sich die Aktivität bremsen, indem das Ferment nach einer Woche kühl gestellt wird, bei 2 bis 10 Grad. Auch dort arbeiten die Mikroorganismen weiter, nur langsamer.

Mehr dazu: Die Fermentationsfaktoren →

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✦ 03 · Ausstattung

Was man braucht, und was nicht

Salz steuert die Fermentation: Es schützt den Ansatz in den ersten Tagen, hält das Gemüse fest und gibt den Milchsäurebakterien den Vorsprung.

Zum Salz

2 bis 3,5 % Salz aufs Gewicht, erweitert bis 5,5 %.

Unser Equipment

Zutaten

Gemüse oder ObstSalzKräuter und GewürzeWasser für die Salzlake-Methode

Ausstattung

Gärgefäß aus Glas oder KeramikGärdeckelGärgewichtKüchenwaageMesser, Hobel, Schüssel

Braucht man nicht

StarterkulturenMolke oder ZuckerTeure SpezialgefäßepH-Messgeräte für den Anfang

✦ 04 · Die Praxis: zwei Methoden, ein Ziel

Gemüse versenken

Methode 1 · Trockensalz

Die Trockensalz-Methode

Das Prinzip

Bei der Trockensalz-Methode wird das Gemüse mit einer bestimmten Salzmenge vermischt und geknetet. Durch diese Vorgehensweise entsteht die Salzlake, die anschließend zusammen mit dem Gemüse ins Gärgefäß gegeben wird. Diese Methode eignet sich besonders gut für die Fermentation von zum Beispiel Kraut.

Grundmenge

1000 g Gemüse, 2 % Salz auf das Gemüsegewicht.

Zutaten

GemüseGewürze und KräuterSalz, die genaue Konzentration steht im Rezept

Equipment

Gärgefäß aus Glas oder KeramikGärdeckelGärgewichtKüchenwaage, Messer, Hobel

Vorbereiten

Gemüse waschen, bei Kohl die äußeren Blätter entfernen, dann hobeln, raspeln oder gleichmäßig klein schneiden, abwiegen und die Salzmenge bestimmen.

Kneten

Gemüse mit dem Salz in einer Schüssel vorsichtig durchkneten, stehen lassen und Lake ziehen lassen. Bei Bedarf wiederholen, bis das Gemüse weicher ist und genug Lake ausgetreten ist.

Einfüllen

Gewürze, Kräuter oder Früchte untermischen und die Mischung in kleinen Portionen ins Gefäß füllen, dabei jedes Mal fest nachdrücken, damit die Luft entweicht. Mindestens 3 cm Platz bis zum Gefäßhals lassen.

Beschweren

Mit dem Gewicht beschweren, sodass alles unter der Lake liegt, und verschließen.

Fermentieren

3 bis 7 Tage bei Raumtemperatur ohne direkte Sonne fermentieren, danach kühl und dunkel weiterreifen lassen.

Methode 2 · Salzlake

Die Salzlake-Methode

Das Prinzip

Bei der Salzlake-Methode wird Wasser mit Salz in einer bestimmten Konzentration vermengt, so entsteht die Salzlake. Das Gemüse wird im Fermentationsgefäß mit dieser Salzlake übergossen beziehungsweise in ihr versenkt. Diese Methode eignet sich vor allem für die Fermentation von festerem Gemüse wie zum Beispiel Karotten.

Grundmenge

1000 g Gemüse, 500 ml Wasser, 2 % Salz auf die Wassermenge.

Zutaten

GemüseGewürze und KräuterSalz, die genaue Konzentration steht im RezeptWasser

Equipment

Gärgefäß aus Glas oder KeramikGärdeckelGärgewichtKüchenwaage, Messer, Hobel

Vorbereiten

Gemüse waschen, bei Bedarf schälen und grob hobeln, in gleichmäßige Stücke schneiden oder ganz lassen.

Lake anrühren

Salzlake anrühren: Wasser und Salz in der angegebenen Konzentration mischen.

Einfüllen

Gemüse ins Gefäß füllen, Gewürze und Kräuter untermischen oder einschichten, dann mit der Lake auffüllen. Mindestens 3 cm Platz bis zum Gefäßhals lassen.

Beschweren

Mit dem Gewicht beschweren, sodass alles unter der Lake liegt, und verschließen.

Fermentieren

3 bis 7 Tage bei Raumtemperatur ohne direkte Sonne fermentieren, danach kühl und dunkel weiterreifen lassen.

Das sind die Basisrezepte. Wie viel Salz zu welchem Gemüse passt, wie lange welches Ferment braucht, wie sich Textur und Säure steuern lassen und wie daraus eigene Rezepte werden, gehen wir Schritt für Schritt in den Kursen durch.

Einfach fermentieren lernen →

Das wilde Fermente Semester →

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✦ 05 · Lass die Mikroben tanzen

Woran man erkennt, dass es fertig ist

Fertig ist es, wenn es schmeckt. Vier Zeichen helfen bei der Einschätzung.

01Sehen: Die Lake wird trüb

Es blubbert, das Gemüse verliert seine kräftige Farbe.

02Riechen: Säuerlich und frisch

Nicht faulig.

03Schmecken: Die Säure ist da

Das Gemüse ist noch bissfest. Das ist der wichtigste Test.

04Zeit: 3 bis 7 Tage warm

Danach kühl weiterreifen.

Kühl und dunkel gelagert halten sich milchsaure Fermente monatelang und entwickeln dabei weiter Aroma.

✦ 06 · Die Klassiker

Die Klassiker

Dasselbe Prinzip, sehr unterschiedliche Ergebnisse.

✦ 07 · Verwendung

Wie man es verwendet

Ein Löffel macht den Unterschied. Immer auch Thema unserer Kurse.

Als Beilage

ein Löffel neben dem Essen, roh und kalt

Im Salat

fein gehackt oder gehobelt, als Säure statt Dressing

Im Dip

püriert mit Joghurt, Frischkäse oder Hummus

In Suppen und Eintöpfen

als Topping oder mitgekocht für Tiefe und Umami

Aufs Brot

mit Frischkäse oder Hummus, als Belag

Die Lake

als Basis für Drinks, Dressings und den nächsten Ansatz

Termine

Kurse vor Ort

Fermentieren lernen mit uns, in kleiner Runde und mit allem, was man dafür braucht.

✦ 08 · Was sich verändert

Was die Fermentation verändert

Aus frischem Gemüse wird etwas anderes. Was dabei entsteht, hängt von den Zutaten, vom Salz, von der Temperatur und von der Zeit ab und schwankt von Glas zu Glas.

Aroma und Textur

komplexere Aromen
säuerlicher Geruch und Geschmack
veränderte Textur, meist weicher

Was entsteht

Milchsäure
Essigsäure
Kohlenstoffdioxid
Alkohol in Spuren
weitere Stoffwechselprodukte

Was bleibt

die Mikroorganismen, solange nicht erhitzt wird
die Ballaststoffe der Zutaten
Nähr- und Vitalstoffe, ohne Kochhitze

Haltbarkeit

durch Milchsäure und Salz
kühl und dunkel monatelang
reift dabei weiter

✦ Eigenschaften

Eigenschaften milchsaurer Fermente

Aroma

Milchsaure Fermente haben neue, komplexere Aromen und Texturen.

Säure

Milchsaure Fermente riechen und schmecken immer sauer, durch die Säuren, die bei der Fermentation entstehen.

Haltbar

Milchsaure Fermente sind durch die konservierende Milchsäure monatelang haltbar. Durch das Kochen ohne Hitze behalten sie nahezu sämtliche Nähr- und Vitalstoffe: die alten aus den Zutaten und neue, die durch verschiedene Stoffwechselprozesse entstehen.

Vorverdaut

Milchsaure Fermente sind von den Mikroben vorverdaut: Die Mikroben haben einen Teil der Zutaten bereits aufgeschlossen.

Lebendig

Milchsaure Fermente sind lebendig, denn beim Kochen ohne Hitze werden keine Mikroben abgetötet wie beim Einkochen oder Pasteurisieren. Im Gegenteil: Unter guten Bedingungen vermehren sich die Milchsäurebakterien im ganzen Gärgefäß. Ein Ferment enthält also lebende Kulturen.

Mikrobiom

Milchsaure Fermente sind ein Thema der Forschung: In einer Stanford-Studie stieg bei Menschen, die zehn Wochen lang täglich fermentierte Lebensmittel aßen, die Vielfalt ihres Darmmikrobioms [5]. Die meisten Mikroben aus dem Ferment wandern dabei durch, statt sich anzusiedeln.

Ballaststoffe

Milchsaure Fermente bringen die Ballaststoffe der Zutaten gleich mit, von denen sich unsere Darmmikroben ernähren.

✦ 09 · Probleme

Wenn etwas schiefgeht

01

Weißer Belag auf der Lake

Meist Kahmhefe: flach, faltig, weiß. Abnehmen und weiterfermentieren. Schimmel dagegen ist pelzig, sitzt erhaben auf und kann grün, blau, schwarz oder weiß sein. Dann wird der Ansatz verworfen.

02

Das Gemüse ist weich geworden

Zu warm, zu wenig Salz oder zu lange gelaufen. Kühler stellen, beim nächsten Mal etwas mehr Salz verwenden oder gerbstoffhaltige Blätter zugeben.

03

Die Lake ist zu wenig geworden

Nachfüllen mit Salzlake in derselben Konzentration. Alles muss bedeckt bleiben.

04

Es blubbert nicht

Zu kühl oder noch zu früh. Wärmer stellen und ein paar Tage Zeit geben.

05

Es riecht faulig

Dann stimmt etwas nicht. Faulig und säuerlich lassen sich gut unterscheiden, im Zweifel verwerfen.

Sicher durch die Gärung →

✦ 10 · Fragen

Häufige Fragen

Noch eine Frage offen?

Ob Salz, Kurs oder Buch, wir antworten gern.

Schreib uns →

01

Wie viel Salz brauche ich?

Die Basis liegt zwischen 2 und 3,5 % Salz, bezogen auf das Gewicht von Gemüse und Wasser, die erweiterte Basis geht bis 5,5 %. Weniger oder mehr ist möglich, das sind dann aber spezielle Fälle mit eigenen Regeln.

02

Muss wirklich alles unter der Lake liegen?

In der Regel ja, das ist der wichtigste Schutz. Es gibt Methoden, bei denen das anders läuft, die haben dann aber eigene Regeln.

03

Brauche ich eine Starterkultur?

Nein. Die Milchsäurebakterien sitzen auf dem Gemüse. Molke oder gekaufte Starter sind nicht nötig.

04

Wann darf ich das Glas öffnen?

In den ersten zwei Wochen möglichst nicht, damit die schützende Gasschicht erhalten bleibt.

05

Wie lange hält es sich?

Kühl und dunkel gelagert monatelang. Es reift dabei weiter und wird säuerlicher.

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✦ 11 · Rezepte

Rezepte mit milchsaurem Gemüse und Obst

Alles, was bei uns im Blog und auf den Rezeptseiten dazu steht.

Alle Angebote

Vom ersten Glas zur eigenen Routine

Hier findest du alle unsere Kurse, E-Books und Pakete auf einen Blick. Im ersten Reiter steht, was zu milchsaurem Gemüse und Obst passt, in den anderen unser ganzes Angebot, sortiert nach Format.

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Grundlagen, die weiterhelfen

Wie es weitergeht

Verfasst von

Gerlinde und Ricarda Schuhmann. Pharmazeutisch-technische Assistentin und zertifizierte Ernährungsberaterin, beide Darmexpertinnen, seit über 25 Jahren in derselben Küche.

Über uns

Quellenangaben

[1] Chilton, S. N., Burton, J. P., Reid, G.: Inclusion of fermented foods in food guides around the world. Nutrients, 7(1), 2015.
[2] Caplice, E., Fitzgerald, G. F.: Food fermentations: role of microorganisms in food production and preservation. International Journal of Food Microbiology, 50(1-2), 1999.
[3] Hutkins, R. W.: Microbiology and Technology of Fermented Foods. Wiley-Blackwell, 2008.
[4] Marco, M. L., Sanders, M. E., Gänzle, M., u. a.: The ISAPP consensus statement on fermented foods. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology, 18, 2021.
[5] Wastyk, H. C., Fragiadakis, G. K., Perelman, D., u. a.: Gut-microbiota-targeted diets modulate human immune status. Cell, 184(16), 2021.

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