Winterlicher Kakife.

Wasserkefir mit Kaki und Fenchel.

Kaki. Fenchel. Gewürze.

Durch die Aromen von Kaki und Fenchelknolle zusammen mit denen der wärmenden Gewürze entsteht mit Hilfe der Mikroben ein ganz besonderes Gärgetränk: spritzig-fruchtig, dabei süßlich mit einem Hauch von Anis, Zimt, Lakritz und Vanille, begleitet von einer leichten hintergründigen Schärfe.

Kaki

Die Kaki, Kakipflaume (Diospyros Kaki = Götterfrucht)) oder auch Chinesische Quitte ist die Beerenfrucht des Kakibaumes aus der Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae). In seiner Heimat Asien wurde er vor mehr als 2000 Jahre in China kultiviert und kam von da aus nach Korea und Japan sowie andere Teile der Welt. Die drei asiatischen Länder zählen auch heute zu den Hauptanbaugebieten und der Baum ist dort ein wichtiger Obstlieferant. In China ist er bekannt als „Baum der sieben Tugenden“ und wird in der TCM in Form der Blätter, Rinden und Früchte als Heilmittel verwendet. In Japan ist seine Frucht eine beliebte Neujahrsdekoration.

Kaki, Persimone, Sharon – was sind die Unterschiede?

Die rotorange Kakipflaume ist von rundlicher Form, besitzt eine ledrige Schale und bis zu 4 Kelchblätter am Stiel. Sie enthält längliche Kerne und hat einen hohen Tanningehalt. Dieser führt beim Essen nicht ausgereifter Früchte zu einem pelzigen, herben Geschmack im Mund, der mit fortschreitender Reifung verschwindet. Ausgereift sind sie fast durchsichtig und werden herrlich süß, ebenso die Zuchtformen. Dann kommt auch das an Aprikose, Pfirsich und Honigmelone erinnernden Aroma dieser Götterfrucht voll zum Ausdruck. 
Neben der Kakipflaume gibt es Zuchtformen wie die aus Israel stammende Sharon und die europäische Persimone. Diese ist eher länglich-oval und gelblich. Die Persimone enthält keine Kerne und kann wie ein Apfel mitsamt der weichen Schale verspeist werden. So auch die Sharon, denn sie besitzt eine wesentlich dünnere Schale als die Kaki, festeres Fruchtfleisch und auch keine Kerne. Im Gegensatz zur Persimone ist sie flacher und kleiner. Ihre Form erinnert an die einer orangegelben Tomate. Sowohl die Persimone als auch die Sharon enthalten so gut wie keine Tannine (Gerbstoffe) mehr und können daher bereits im unreifen Zustand gegessen werden.

Inhaltsstoffe

Kakis, Persimonen und die Sharons sind der perfekte Snack in der kalten Jahreszeit. Sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe in Form der farbgebenden Flavonoide, Anthocyane und Carotinoide (viel Beta-Carotin (Provitamin A)). Sie sind als Antioxidantien wirksam, d.h. sie schützen unseren Körper vor freien Radikalen ebenso wie die enthaltenen Vitamine E und C. Letzteres ist besonders in den Wintermonaten wichtig. Durch ihre Saison im Herbst und Winter kann mittels dieser Früchte der Vitamin C- Speicher aufgefüllt werden. Mineralstoffe und Ballaststoffe können sie reichlich vorweisen, genauso wie Zucker (ca.15%) in Form von Fructose und Glucose im Verhältnis 1:1. Damit sind sie ein idealer Spender schneller Energie für Muskeln und Gehirn. Ein Grund nicht nur für Sportler sie als Snack für zwischendurch zu nutzen.

Außerdem stärken sie unser Immunsystem, wirken entzündungshemmend, wundheilend, blutdruck- und cholesterinregulierend. In der TCM gelten sie auch als magenstärkend, durchfallhemmend, schleimlösend, hustenstillend.

Wasserkefir. Action im Gärglas.

Bei der Herstellung von Wasserkefir gibt es 2 Hauptfermentationsphasen:

  • Erstfermentation: Die Wasserkefirkristalle werden mit Zuckerwasser (gesüßtem Tee oder Saft) und Trockenfrüchten in ein Gärgefäß gegeben. Dort verstoffwechseln sie den Zucker und die weiteren Inhaltsstoffe zu organischen Säuren, Vitaminen und Co.
  • Zweitfermentation: Der fertige und abgefüllte Wasserkefir wird in einer Bügelflasche mit weiteren Zutaten versehen und aromatisiert.


Wasserkefir Kakife: Fenchel, Kaki und Gewürze
Wasserkefir Kakife: Fenchel, Kaki und Gewürze

Rezept.

Winterlicher Kakife

Rezept für die Zweitfermentation

ZUTATEN 

  • ca. 800 ml Wasserkefir aus einer abgeschlossenen Erstfermentation mit Rosinen, Ingwer und Zitrone
  • 1 EL feingeschnittene Fenchelknolle
  • 1 reife Kaki, Persimone oder Sharon
  • 50 ml Mandarinensaft
  • 1 kleiner Sternanis
  • 5 Zimtblüten
  • 1 Stückchen aufgeschnittene Vanilleschote
  • 1 kleine getrocknete Chilischote (Bird´s Eye)

HERSTELLUNG

  • Die Kaki schälen und in feine Stücke schneiden.
  • Alle Zutaten in eine 1 Liter-Fermentationsflasche füllen. Dabei 3 cm Freiraum bis um Flaschenhals wegen der Gasbildung frei lassen.
  • Die Flasche luftdicht verschließen und den Ansatz 1-3 Tage bei Raumtemperatur fermentieren. 
  • Währenddessen ruhig probieren, bis der Geschmack als auch der Kohlensäuregehalt den persönlichen Vorlieben entsprechen.
  • Der fertige Wasserkefir kann  gleich genossen oder im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Achtung: Aufgrund des hohen Zuckergehaltes der Kaki kann eine verstärkte Fermentation stattfinden. Daher die Flasche gut beobachten und falls notwendig vorsichtig einen Druckausgleich durchführen.

TIPPS

  • Damit der Geschmack nicht intensiver wird, sollten die Zutaten vor dem Kaltstellen abgeseiht werden.
  • Leicht erwärmt ist der winterliche Kakife auch ein Genuss.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!
Eure tobenden Mikroben G & R!

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