Der Frühjahrsputz und unsere Fermente

Fit und vital durchs Jahr.

Fit und vital ins Frühjahr und durchs Jahr.

Jedes Jahr ist der Frühling wieder die Zeit des Neubeginns, in der die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Um uns herum erneuert sich vieles, sprießt langsam und kommt in Fluss. Es wird alles grüner und wir werden unruhig und denken an einen Frühjahrsputz, um endlich den Winterballast loszuwerden. In unseren Wohnungen ist das meist schnell erledigt und sie erstrahlen hell und frisch. Und das wollen wir selber auch – innerlich und äußerlich – und dabei fit und vital durch den Alltag gehen.

Da bieten sich nach dem langen Winter die immer mehr sprießenden Gemüse- und Obstsorten sowie Kräutern/Wildkräuter direkt an. Sie alle strotzen nur so vor Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Bitterstoffen, Ballaststoffen. Wir müssen nur zugreifen. Mit ihrer Hilfe können wir unsere Depots vielseitig auffüllen und gleichzeitig unsere Stoffwechsel anregen und entschlacken. Nicht nur unsere Leber als Entgiftungsorgan wird unterstützt, sondern auch unser Darm. Denn die Ballaststoffe helfen ihm zum einen den Ballast (restlicher eingedickter Speisebrei) schneller auszuscheiden. Zum anderen dienen sie als  Präbiotika  den vielen verschiedenen nützlichen Darmmikroben als Futter und liefern ihnen so die Energie für all ihre unseren Organismus unterstützenden Aktivitäten. Am besten nehmen wir eine bunte Vielfalt des saisonalen Angebotes zu uns, um der Artenvielfalt dieser kleinen Organismen die passende Nahrung zu bieten. Da wir ja nicht wissen, welche gerade in unserem Darmmikrobiom anzutreffen sind, befinden wir uns so auf der sicheren Seite. 

Und dabei können wir wählen, ob roh, gekocht oder als weitere abwechslungsreiche Alternative: Versenkt im Glas mit Salz und Wasser. Mit anderen Worten: Wir fermentieren Gemüse, Obst, Kräuter und Gewürze milchsauer, produzieren dabei die „Wilden“ und erweitern mit ihnen das schmackhafte Wohlfühl-Unterstützungsprogramm für unseren Körper.

Die wilden Fermente

Sie entstehen durch die wilde Fermentation, einer Fermentationsart, die auch als Milchsäure- oder Lactogärung bezeichnet wird. Sie ist möglich, weil unseren Pflanzen, so auch Obst, Gemüse, Getreide, Gewürze, Kräuter und Wildkräuter, natürlich (wild) mit verschiedenen Arten von Milchsäurebakterien (MSB, LAB – Lacto acid bacteria) besiedelt sind. Sie gelangen mit ins Glas und „kochen“ für uns, d.h. sie verstoffwechseln organische Stoffe und wandeln sie dabei um. Als Ergebnis liefern sie uns nach ein paar Wochen köstliche probiotische Fermente.

Und die entstandenen Fermente

  • sind leichter bekömmlich als rohes Gemüse, da von den Mikroben vorverdaut.
  • liefern uns viele Nähr- und Vitalstoffe (alte aus den Zutaten und neue) sowie neue interessante, komplexe Aromen und Texturen.
  • behalten durch das „Kochen ohne Hitze“ monatelang nahezu alle ihre Nährstoffe und Vitamine.
  • helfen uns auf einfache Art und Weise als Probiotika unseren Körper täglich fit und vital zu halten.
  • unterstützen unseren körperlichen Frühjahrputz.

Die Welt der wilden Fermentation ist vielfältig und bunt! Einige unserer liebsten Fermente im Frühjahr sind:

Kulturfermente

Wir können die Mittel für diesen Frühjahrsputz auch noch erweitern und greifen dafür zusätzlich zu den Kulturfermenten, unseren „Kultivierten“, wie Kombucha, Wasser- und Milchkefir. Für sie benötigen wir in der Erstfermentation Kulturen, die Scobys (Symbiotic culture of bacteria and yeast – Orginalstrukturen, in denen Mikroben (Bakterien und Hefen) leben und sich gegenseitig als auch uns viele Nährstoffe produzieren, indem sie das angebotenen Futter verstoffwechseln.  Dabei bauen sie diese Strukturen selbst.

Die entstandenen probiotischen Gärgetränke lassen sich wunderbar pur genießen und als Grundlage u.a. für Smoothies, Oats, Porridges nutzen. Diese können wir ganz nach eigenem Gusto mit Gemüse, Obst, Getreide und/oder Kräuter/Wildkräuter und Gewürze kreieren.


In der Zweitfermentation von Kombucha und Wasserkefir haben wir auch die Möglichkeit dem entstandenen Gärgetränk Gemüse, Obst, Kräuter/Wildkräuter und Gewürze hinzuzufügen, es zu veredeln und mit Aromen und einigen Inhaltsstoffen der Zutaten anzureichern.

Strahlend von innen.

Die in diesen probiotischen Fermenten enthaltenen gesundheitsfördernden Milchsäurebakterien gelangen nach dem Essen/Trinken unbeschadet von Verdauungssäften in unseren Darm, fügen sich in das Darmmikrobiom ein und unterstützen es bei seinen Aufgaben. Fermente können unser Immunsystem, die Stoffwechsel und die Verdauung unterstützen und helfen die Darmflora zu sanieren.

Ihr Futter bekommen die Mikroben je nach Ferment und Zubereitungen aus diesen gleich mitgeliefert. Was für ein Fest und Wohlfühlprogramm für sie. 

Wie ihr sehr ist eine abwechslungs- und ballaststoffreichen Ernährung mit Fermenten eine einfache Methode für einen innerlichen Frühjahrsputz, den wir doch eigentlich auf das ganze Jahr ausweiten könnten.


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