Fermentieren mit Holunder.

Blumige Fermente – wild und kultiviert – vom Gemüse bis zur Limo

Holunder. Blüten für Fermente

Jedes Frühjahr warten wir voller Vorfreude auf die herrlich duftenden, leuchtend weißen Blüten des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra).
Für uns sind sie die Frühjahrs- und Sommerboten schlecht hin. Wie die Blüten vor dem satten Grün der Holunderblätter und leuchtenden Blau des Himmels strahlen, ist einfach schön anzusehen. Aber nicht nur den Anblick lieben wir, sondern auch den Geschmack der Blüten in der Küche. Auf Salaten, in wilden Fermenten mit Gemüse, in Wasserkefir, Kombucha oder Essig, in Sirup oder Oxymel, auf Flammkuchen oder Sauerteigbrot – die kleinen Zarten bereichen so für kurze Zeit fast jedes Gericht und geben ihm ein besonderes Aroma.

Wir pflücken die Dolden an sonnigen und  trockenen Tagen am späten Vormittag, wenn die Blüten voll geöffnet sind und ihren betörenden Duft verströmen – aber immer nur so viele wie wir brauchen.
Und nicht zu vergessen, wenn man an einem Holunder vorbei geht: Einmal berühren und sich erden und die Kraft der Pflanze spüren. Denn der Hollerbusch ist eine Pflanze voller Mythen: In ihm sollen schützende Hausgeister wohnen, weswegen er auch heute noch häufig in der Nähe von alten Gebäuden und Gehöften zu finden ist.

Nicht nur für den Geschmack – Holunder und seine Wirkung

Der Holunder zählt mit zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen. Seine Verwendung ist bis zur Steinzeit zurückzuverfolgen und als traditionelles pflanzliches Heilmittel stärken die Holunderblüten dank der enthaltenen Flavonoide, Schleimstoffe, Saponine, Gerbstoffe, ätherischen Öle, schweißtreibenden Glykoside und Mineralstoffe (vor allem Kalium) nicht nur unser Immunsystem. Sie aktivieren den Stoffwechsel, wirken reinigend sowie entzündungshemmend als auch schleimlösend, fiebersenkend, schweiß- und harntreibend.
Sie werden als Tee bei Erkältungskrankheiten getrunken. Als Gurgelwasser sind sie bei Entzündungen im Mund-, Hals- und Rachenraum empfohlen. Bei Schwellungen, Entzündungen und Hauterkrankungen finden sie Anwendung in Form von Inhalationen, Umschlägen, Auflagen und Bädern.

Holunder in Wilden Fermenten.

Die Holunderblüten sind eine tolle Beigabe in Fermenten – den Wilden und den Kultivierten. Sie geben Gemüse- und Obstsorten ein unvergleichliches, blumig süßliches Aroma. Am Besten lassen sich die Blüten mit dem Gemüse und Obst der Saison fermentieren. Die Natur weiß, was zusammen passt und genauso können wir die Zutaten auch in das Fermentationsglas geben.


Besonders empfehlen können wir euch:

  • Weißkraut, Holunder, Pfeffer, Zitrone
  • Karotten, Holunder
  • Gurken, Holunder, Rosa Pfeffer

Rezeptideen.


Ihr habt Fragen zur wilden Fermentation? Hier findet ihr die Basics: Die Wilde Fermentation


Probiotische Limonaden mit Holunder.

Nicht nur in wilden Fermenten sind die Holunderblüten ein Hit! Auch in unseren geliebten probiotischen Limonanden wie Kombucha und Wasserkefir. Ähnlich wie bei den wilden Fermenten passt auch hier der Leitsatz: Was zusammen reif ist, kann zusammen fermentiert werden! Aber auch exotische Früchte passen hervorragend zu den Blüten.


Besonders empfehlen können wir euch:

  • Zitrusfrüchte mit Holunder
  • Gurke und Holunder
  • Erdbeeren mit Holunder
  • Mango, Holunder

Rezeptideen.


Ihr habt Fragen zu Kombucha oder Wasserkefir? Dann gibt es hier viele Infos für euch: Kombucha & Wasserkefir


Ein Schmankerl zum Schluss.

Was wir ja besonders Lieben: Flammkuchen mit Erdbeeren und Holunder! Ein leckeres Gericht an lauen Abenden.


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